Zuwanderung – Ein Pyramidenspiel…………….

Die Erwartung, dass die zunehmende Vergreisung der europäischen Bevölkerung und deren soziale und ökonomische Folgen durch Zuwanderung jüngerer Menschen verhindert werden kann, beruht auf einem simplen Trugschluss, dem nicht nur Politiker, sondern häufig auch Ökonomen (allerdings selten Migrationsökonomen) aufsitzen.

Maria Hahn-Wohlmuth

Die sozialpolitischen Konsequenzen (z.B. Sicherung der Altenversorgung) in alterslastigen Gesellschaften können durch Zuzug junger Migranten nur temporär (in der Regel für die Dauer einer Generation), nicht aber nachhaltig eingedämmt werden. Der Grund dafür ist sehr einfach: Auch junge Migranten werden alt und deren Nachkommen übernehmen – zumeist aus Sachzwängen – das Reproduktionsverhalten der Mehrheitsgesellschaft. Spätestens dann befindet sich die Altersstruktur einer Gesellschaft, mit nunmehr migrationsbedingt höherer Bevölkerungszahl, wieder dort wo sie bereits vor einer Generation war.

Daraus folgt (logisch) zwingend, dass durch Einwanderung einer Überalterung der Bevölkerung dauerhaft nur durch stetig steigende Einwanderung entgegengewirkt werden kann. Finanzierungssicherung von sozialen Altersversorgungssystemen durch Zuwanderung schaut nicht nur aus wie ein Pyramidenspiel, es ist eines.

Nachhaltige Lösungen des Altersstrukturproblems in den Industrieländern erfordern eine, der Altersstruktur einer Gesellschaft angepasste Neuorientierung bzw. Neuorganisation von Wirtschaft und Gesellschaft.

Fazit: Zuwanderung löst das Altersstrukturproblem in ‚alten‘ Industrieländern für eine Generation und verschärft das Demographieproblem für nachfolgende Generationen.